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XPEnology – Eigenbau NAS Projekt

Es gibt mal wieder etwas zu basteln!
Nachdem ich nun seit einiger Zeit sehr Glücklich mit meinem Computersetup zu hause bin, kommt nun bedingt durch ein paar räumliche Umgestaltungen Bewegung in die Sache.
Ich nutze nun schon seit etwas mehr als einem Jahr als Heimzentrale ein NAS von Synology (DiskStation DS115j – 4 TB HDD). Durch etwas Recherche auf welches Modell ich Upgraden könnte wenn in Zukunft die Leistungs- und Speichergrenzen der kleinen weißen Box erreicht sind, stieß ich auf das XPEnology Projekt.
Bis dato war mir nicht bewusst, dass Synology Ihr extrem geniales „DSM“ (Betriebssystem) unter einer opensource-Lizenz zur Verfügung stellt. Coole Sache!

Ich hatte mir schon oft vorgestellt wie „chic“ es wäre nicht an die Hardware von Synology gebunden zu sein und voilà, da sind wir nun. Da ich noch ein neuwertiges ITX-System im Keller stehen habe, möchte ich mir ein kleines aber um ein wesentliches Leistungsstärkstes/Erweiterbareres System auf Basis eines Biostar J1800NH (Celeron J1800) aufbauen.

Was brauche ich dazu?

Als erstes kaufen wir mal ein:

  • Mainboard: Biostar J1800NH (Celeron J1800)
    (Hatte ich bereits herumliegen)
  • RAM: 4 GB Value SO-DIMM
    (lag auch noch herum, es reichen aber auch locker 2 GB)
  • Gehäuse: LIAN LI PC-Q07 Cooler Master: Elite 120 Advanced
    (Ich liebe das Teil und dieses ist schon mehrfach umgerüstet worden. Als NAS macht es eine prima Figur.)
  • Netzteil: Cougar 300 Watt 80+ Bronze
    (Da ich noch ein 80+ Bronze Netzteil hier herumschwirren habe, werde ich kein neues kaufen aber für so ein kleines NAS braucht es nicht viel, die Qualität des Netzteils ist jedoch von hoher Priorität!)
  • SATA-Controller: Delock 70137 2 Port PCIe x1
    (Da das Biostar J1800NH nur 2x SATA-Anschlüsse auf dem Mainboard hat, erweitere ich dies durch diese Controllerkarte um weiter 2x Anschlüsse. So kann ich bis zu 4x Festplatten betreiben, das sollte erst einmal reichen)
  • Bootloader: Kingston Card Reader FCR-MRG2 USB 2.0 Stick Single Slot Kartenleser
    (Ihr könnt auch einfach einen alten USB-Stick nehmen, ich hab mich für diesen winzigen Cardreader entschieden da ich noch so viele kleine microSD-Karten herumliegen habe die ich so weiterverwenden kann.)
  • Festplatten: nach Wahl
    (Ich habe im Haushalt eine 4 TB WD-Green und eine 1,5 TB WD-Green die im XPEnology NAS ein neues Zuhause finden sollen.)
  • Akasa Internal Card Reader AK-ICR-07U3 3.5″ Multi Slot Kartenleser (Optional)
  • Delock 3.5″ auf 5.25″ Einbaurahmen für 3,5″ Gerät (Optional)
  • SATA Stromadapterkabel intern 4pol Stecker auf 2x15pol Stecker Schwarz/Rot/Gelb (Optional)

IMG_20160225_191848272_HDRJetzt geht es ans zusammenbasteln …

Update:

Nach ein wenig herumprobieren und austesten des Systems bin ich nun soweit sagen zu können mein XPEnology NAS rennt!

Die verbauten Komponenten laufen wie beschrieben ohne Probleme. USB 3.0 hatte etwas Schwierigkeiten gemacht aber wenn man genau ins BIOS schaut wird man fündig und kann eine Art „Kompatibilitätsmodus“ aktivieren.

Den Stromverbrauch konnte ich noch etwas reduzieren und mit den Beiden Platten liegt der „Idle“-Bedarf nun bei 19-21 Watt was für den Enormen Leitungsschub im Vergleich zur DS115j echt in Ordnung ist.
Einzig der hibernate Modus der Festplatten scheint nicht zu laufen. Nun bin ich nicht sicher ob es am Betriebssystem oder einfach an der Tatsache liegt, dass die Maschine immer was zu tun hat, irgend einen Zugriff gibts immer und lieber immer an wie ständig hoch und runter fahren.

Von Rob

Hi, das ist mein privater kleiner Blog, damals hatte ich noch mehr hier stehen, jedoch hat sich das Internet in den letzten 10 Jahren ganz schön verändert.
Ich schreibe hier über alles, was mich gerade Interessiert.

5 Antworten auf „XPEnology – Eigenbau NAS Projekt“

Ist der DSM (Disk Station Manager) von Synology wirklich Open Source? Meinen Informationen nach ist der Bootloader Open Source, der DSM aber nicht.
Kann sein ich irre mich auch…

Naja da hab ich mich wohl auch etwas weit aus dem Fenster gelehnt, den 100%igen Zusammenhang kann ich auch nicht rezitieren, jedoch scheint Synology den DSM wohl ohne Gewähr für Hardwarefrage herauszugeben. Sonst wären solche Projekte nicht ohne weiteres Umsetzbar und wesentlich inoffizieller zu finden.

Schönes teil was du das gebaut hast ich habe auch sowas vor nur wird meines mit 10 + festplatten bestückt hier im netzwerk bei mir befindet sich 4 pc´s wäre dein cpu dafür auch noch tauglich ? (medienstreaming und natürlich daten sicherung ) im raid 5

ich habe vor ein paar tagen mit Synology Telefonier und genau wegen sowas angefragt habe natürlich nicht gesagt welche url und so
am telefon wurde mir gesagt Das synology diese software duldet und nix gesagt das es illegal oder so wäre es gehen ledig lich ein paar dinste nicht meinte der am telefon zb der zugriff von ausen soll nicht funkonieren also mann kann es nicht als cloud einsetzen

Sorry ich komme jetzt erst zum Antworten.
Da hast du ja gut Recherche betrieben, die Szene ist recht groß und ich finde es immer noch erstaunlich das Synology das so duldet. Großes Glück für uns Bastler 🙂
Zu deiner Frage, ich denke das kommt stark auf den Verwendungszweck drauf an, speziell wie viele Leute darauf zugreifen werden? 10+ Platten ist schon eine Ansage! Ist es nur ein Datengrab und du greifst allein drauf zu reicht die Celeron CPU jedoch locker aus. Ich würde tendenziell derzeit den Intel Pentium G4560 empfehlen, quasi ein kleiner i3 mit richtig viel Leistung fürs Geld. Den gab es leider damals noch nicht, würde ich aber jetzt noch mal bauen dann mit diesem, der stemmt auch locker die 10+ Platten und einiges an Zugriff und Apps, selbst kleinere Virtualisierungen sind damit möglich.

Hi, was würdest du beim G4560 für ein MB empfehlen? Ist das alles noch aktuell. Habe gerade das ganze mal auf einer VM simuliert klappt mal richtig gut.

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